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    60 Jahre Parque Nacional de Aigüestortes i Estany de Sant Maurici

    01.11.2015 - Meike von Lojewski / Barcelona für Deutsche 

    Natur pur ist das Motto eines “Streifzugs” durch den äussersten Nordwesten Kataloniens. Im “Parque Nacional de Aigüestortes i Estany de Sant Maurici” zum Beispiel ragen die Berggipfel der Pyrenäen hoch in den Himmel und die grösste Dichte an Bergseen dieser Gegend erwartet seine staunenden Besucher. Man wandert durch tief eingeschnittene Täler und entlang des leuchtend blaugrünen Gebirgssees Sant Maurici, eine Wanderung, bei der sich eine botanische und geologische Schatzkammer auftut, die ihresgleichen sucht.

     

    Der 14.119 Hektar grosse Nationalpark liegt in den katalanischen Pyrenäen. Er wurde 1955 eingerichtet und ist der einzige Nationalpark in dieser Region. Sein Name geht auf die Mäander des “Riu de Sant Nicolau” (span. “Río de San Nicolás”) zurück und bedeutet so viel wie “gewundene Gewässer“. Und das ist sicher eine seiner bezeichnendsten Charakteristiken, das Wasser, das man in allen Zuständen und Formen vorfindet: Flüsse, Wasserfälle, Teiche, Gletschertäler und fast 200 Bergseen. Letztere befinden sich in den am höchsten gelegenen Regionen und sind durch Aushöhlungen in den Gletschern entstanden. Daher sind sie besonders tief und von einem intensiven Blau.

     

    Die Landschaft selbst beeindruckt durch eine einzigartige Vielfalt. Dies liegt daran, dass das Panorama durch die grossen Höhenunterschiede der Berggipfel geprägt ist, von denen einige sogar die 3.000-Meter-Grenze überschreiten. Auf großen Flächen stehen dichte Nadelwälder, die vor allem aus Weißtannen, Waldkiefern und Bergkiefern zusammengesetzt sind. In der montanen Stufe findet man vor allem Laubwälder: Birke, Eiche, Zitterpappel und Rotbuche. Zwischen 1.700 und 2.300 Metern Höhe bildet die Bergkiefer lichte Wälder mit einer Strauchschicht aus Rhododendren, Heidelbeeren, Wacholder, der Echten Bärentraube und Ginster. Oberhalb von 2.300 Metern gibt es keine Bäume mehr, dafür kann man dort zahlreiche Arten aus der alpinen Flora antreffen, wie Enzian-, Steinbrech- oder Hahnenfuß-Arten.

     

    Im Nationalpark leben etwa 200 Tierarten, von denen fast zwei Drittel Vögel sind, auch wenn diese in der zerklüfteten Landschaft des Parks nicht leicht ausfindig zu machen sind. Am häufigsten kommen hier der Steinadler, der Gänsegeier sowie der Bartgeier vor. Unter den Säugetieren findet man vor allem Gämsen, Murmeltiere und Rehe. Aber auch vereinzelte Braunbären wurden schon gesehen. In den Seen und Flüssen tummeln sich vorwiegend Forellen, die in dem klaren und kalten Wasser ein perfektes zu Hause finden.

     

    Übrigens: Der “Parque Nacional de Aigüestortes i Estany de Sant Maurici” hat am vergangenen 21. Oktober 60. Geburtstag gefeiert! Ein geeigneter Anlass für eine Wanderung durch einen einzigartigen Park, der gerade jetzt im Herbst mit seinen farbenfrohen Laubfärbung einen spektakulären Anblick bietet!

     
    Bild: Diliff

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