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    Die Vögel: Mönchssittiche verbreiten sich in Spanien

    30.11.2015 - Meike von Lojewski / Madrid und Barcelona für Deutsche 

    Argentinische Mönchssittiche sind alles andere als träge. Sie sind meist in Bewegung und sehr quirlig. Sie besitzen viel Phantasie und verblüffen immer wieder mit ihrer Intelligenz und ihrem frechen Wesen. Sie vertragen sich nur bedingt mit anderen Vogelarten, werden aber sehr zutraulich und leben sogar teilweise in Städten unter den Menschen. So ist es über den Mönchssittich nachzulesen und wurde nun bestätigt: Über 20.000 dieser Vögel wurden in mehr als 450 spanischen Gemeinden gezählt, wo sie in den vergangenen Jahren immer mehr Einzug gehalten haben. Dies wurde durch eine Initiative der NGO SEO/Birdlife bekannt.

     

    An der Zählung haben sich spanienweit etwa 600 freiwillige Helfer der NGO beteiligt. Ausserdem wurde die Organisation von der Stiftung “Biodiversidad” unterstützt. Die meisten Mönchssittiche wurden in den Städten Madrid und Barcelona (jeweils 5.000) sowie Málaga (2.000) beobachtet. Wenn man die Gemeinden betrachtet, so sind die meisten in Katalonien und Madrid ansässig (jeweils 6.500), gefolgt von Málaga (3.000), Valencia und Murcia.

     

    Ursprünglich stammen die Mönchssittiche aus subtropischen Gebieten in Südamerika und sind überwiegend in Brasilien und Argentinien, aber auch in Bolivien, Paraguay und Uruguay zu finden. Da sie dort auch als Haustiere zu kaufen sind, konnten sie sich weltweit verbreiten. Vor allem in Zentral- und Nordamerika, aber auch Westeuropa haben sie sich niedergelassen und werden als “exotische eindringende Spezies" bezeichnet, da sie die jeweils einheimischen Tierwelten stören und Pflanzen sowie Landwirtschaft beschädigen. Aus diesem Grund ist ihr Besitz, Transport und Handel in Spanien verboten.

     

    Laut SEO/Birdlife gibt es schon seit den 1930er Jahren Mönchssittiche in zahlreichen europäischen Ländern. In Spanien hat man die ersten frei lebenden Tiere 1975 in Barcelona und danach 1978 in Málaga und Teneriffa entdeckt. Seit 1985 kann man eine starke Vermehrung im gesamten Land beobachten, die sich seitdem auf das Landesinnere und die mediterrane Küstenregion konzentriert.

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