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    Eine Klasse für sich: Oscargewinner Alejandro González Iñárritu

    11.03.2016 - Meike von Lojewski / Madrid und Barcelona für Deutsche 

    Obwohl sein Name für viele einen Zungenbrecher darstellt, ist Alejandro González Iñárritu in der Filmbranche längst in aller Munde. Der mexikanischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent gewann für seinen Film “Birdman” (2014) zahlreiche Auszeichnungen, darunter drei Oscars, zwei Golden Globes und einen DGA Award. Und 2016, nur ein Jahr später, gewann er für “The Revenant – Der Rückkehrer” einen weiteren Regie-Oscar. Damit ist er neben John Ford und Joseph L. Mankiewicz der einzige Regisseur, der in aufeinanderfolgenden Oscarverleihungen gewinnen konnte und hat sich damit in den Hollywood-Olymp katapultiert.

     

    González Iñárritu, geboren am 15. August 1963, wuchs in der Metropole Mexiko-Stadt auf. Als 17-Jähriger heuerte er als Schiffsjunge auf einem Frachtschiff an und reiste nach Europa - zwei Jahre später wiederholte der junge Mexikaner diese Reise und lebte mit wenig Geld eine Zeit lang in Europa und Afrika, was nach eigenem Bekunden einen großen Einfluss auf sein filmisches Werk hatte. Zurück in Mexiko schreibt sich González Iñárritu für ein Studium der Kommunikationswissenschaft ein, das ihm nach dem Abschluss den Weg in die Unterhaltungsbranche ebnet. Zunächst beginnt er als Intendant eines Radiosenders zu arbeiten. Nach dem Zweitstudium, in dem er das Handwerk der Regie erlernt, gründet er Anfang der 90er Jahre mit sechs weiteren Filmemachern die Produktionsfirma "Z Films".

     

    Bereits mit seinem Kino-Debüt „Amores Perros“ (2000) verschafft sich González Iñárritu den Ruf als neue Hoffnung des mexikanischen Kinos. In drei Episoden inszeniert der Regisseur ein visuell packendes und trostloses Bild vom Rand der mexikanischen Gesellschaft. Der Film erhielt bei der Oscar-Verleihung eine Nominierung als bester fremdsprachiger Film und machte nachhaltig auf seinen Regisseur aufmerksam. Insgesamt konnte das Debüt über sechzig Festival-Auszeichnungen auf sich vereinen und war damit der meist prämierte Film des Jahres.

     

    Der Erfolg bestätigte sich. Nach “Amores Perros" entschied sich González Iñárritu dazu, Regie bei “21 Grams” zu führen. Für die Hauptrollen konnten Benicio del Toro, Naomi Watts und Sean Penn gewonnen werden. Das Projekt “Babel” bestand aus vier Geschichten, die in vier verschiedenen Zeitrahmen in Marokko, Mexiko, den Vereinigten Staaten und Japan spielten. In den Hauptrollen waren unter anderem Brad Pitt und Cate Blanchett zu sehen. Der Film wurde 2006 in Cannes vorgeführt, wo er den Regiepreis gewann. Im November 2006 lief der Film offiziell in den Kinos an und erhielt sieben Nominierungen für die Oscarverleihung 2007, darunter für die Kategorien bestes Bild und bester Regisseur. 2008 und 2009 führte González Iñárritu bei “Biutiful” Regie, der erneut für den Oscar als Bester Fremdsprachiger Film nominiert war. Außerdem wurde Hauptdarsteller Javier Bardem als Bester Hauptdarsteller nominiert.

     

    Dann endlich: Mit seiner bitterbösen Komödie "Birdman" wird González Iñárritu 2015 in der Kategorie "Bester Regisseur" mit einem Oscar ausgezeichnet. Ende 2015 erscheint dann “The Revenant - Der Rückkehrer” mit Leonardo DiCaprio, Tom Hardy und Will Poulter in den Hauptrollen. González Iñárritu holt sich auch hier den Golden Globe und vor wenigen Wochen den Oscar für die Beste Regie. Eine Erfolgsgeschichte, die sicher noch nicht am Ende ist!

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