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    Giovanni di Lorenzo erhält den spanischen Journalistenpreis “Premio Diario Madrid de Periodismo”

    01.07.2014 - Stefanie C. Müller 

    Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT, wird von der spanischen Stiftung Diario Madrid mit dem diesjährigen “Premio Diario Madrid de periodismo” ausgezeichnet. Der Preis ist mit 12.000 Euro dotiert. In den vergangenen Jahren wurden Persönlichkeiten wie Mario Vargas Llosa, Philippe Nourry, Hugh Thomas, Francisco Pinto Balsemao, Carlos Sentís und Guillermo Luca de Tena von der Stiftung geehrt. Di Lorenzo ist der erste Deutsche, der diesen anerkannten Journalistenpreis erhält.

    Die Jury der Stiftung, bestehend aus verschiedenen gesellschaftlichen Persönlichkeiten des Landes, will damit vor allem seine Arbeit bei DER ZEIT auszeichnen. Di Lorenzo, der seine ersten journalistischen Erfahrungen bei der Lokalpresse und beim Fernsehen sammelte, ist dort seit dem Jahr 2004 Chefredakteur. Der 55jährige wurde in Stockholm geboren, sein Vater ist Italiener, seine Mutter Deutsche. Für die Jury ist er “ein Beispiel an Führungskraft in einer für den Zeitungsjournalismus schwierigen Zeit.”

    Die Jury sieht in der Wochenzeitung DIE ZEIT nicht nur “einen Garanten für Qualitätsjournalismus”, sondern auch ein Medium, das die Bedeutung Europas den Lesern näher bringt. Eine Zeitung, die aufklärt und erklärt, was Brüssel im alltäglichen Leben der Bürger bedeutet.

    DIE ZEIT habe es zudem geschafft, durch ihre besondere Verlagsstruktur und ihren Redaktionsaufbau, seit ihrer Gründung 1946 einen unabhängigen und offenen Journalismus beizubehalten. Die Jury: “Die liberale Ausrichtung der ZEIT ermöglicht das Eindringen in viele verschiedene gesellschaftliche Bereiche und soziale Schichten. Der Erfolg zeigt sich auch im Verkauf von etwa 500 000 Exemplaren jede Woche.”

    Dass die Auszeichnung diesmal nach Deutschland geht, hat aber auch mit der aktuellen Situation beider Länder in Europa zu tun. Die Jury glaubt, dass man trotz aller politischen Spannungen nicht vergessen dürfe, wie bedeutend Deutschland in der jüngsten Geschichte Spaniens war: bei dem Übergang des Landes in die Demokratie, beim Eintritt in de EU und auch jetzt sei das Land vor allem als wirtschaftlicher Partner enorm wichtig. Spanien wiederum ist nicht nur das liebste Urlaubsziel der Deutschen, viele Hundertausende Deutsche leben auch hier und viele deutsche Firmen haben Niederlassungen auf der Iberischen Halbinsel.

    Der Preis an Di Lorenzo wird am 24. Oktober in Madrid verliehen, im Sitz der Fundación Diario Madrid, in der Calle Larra 14, im Zentrum der spanischen Hauptstadt.

     

    Stiftung Diario de Madrid

    Die spanische Stiftung Fundación Diario Madrid verwaltet die Geschichte und das Prestige einer der bedeutendsten Tageszeitungen Spaniens. Sie wurde eingestellt im Kampf um Demokratie in Spanien. Der Diktator Franco verbot diese bedeutende demokratische Stimme 1971, sieben Jahre vor dem Ende des Regimes. Seitdem gilt sie als Symbol des Kampfes um Freiheit und Gleichheit.

    Die Stiftung vertritt all diejenigen, welche damals das Risiko auf sich nahmen und sich für die Demokratie einsetzten. Sie schufen die Grundlage dafür, dass sich Spanien als freies Land in die Europäische Gemeinschaft integrieren konnte. Die Stiftung pflegt diese Erinnerung und versucht die Gesellschaft für Werte wie Freiheit, Verantwortung, Zivilcourage und kritischen Journalismus zu sensibilisieren. Dazu dient auch ein Bilder-Archiv mit 200 000 Photos, welche die Zeit von 1926 bis 1971 illustriert.

    Zu den Aktivitäten der Stiftung gehört seit 2007 auch die Verleihung eines Journalismus-Preises, Premio de Periodismo Diario Madrid. Zudem werden Ausstellungen organisiert, Bücher publiziert, Symposien veranstaltet. Derzeit organisiert die Stiftung eine Debattenreihe “España plural, Catalunya plural”, die sehr viel Aufmerksamkeit in der spanischen Gesellschaft erlangt hat.

    www.diariomadrid.net

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