Barcelona
Please wait for while...
Barcelona

Barcelona für Deutsche



    HINTERGRUND: Hypothekenzinsen können in Spanien neu verhandelt werden

    21.05.2008 - Werner Steuber und Stefanie Claudia Müller 

    Die große Mehrheit der Käufer von Neubauwohnungen in Spanien braucht eine Hypothek, diese werden gewährt bis zu 30 Jahren Laufzeit, auch ohne Eigenkapital - aber nicht gegen Festzins. Der Zinssatz ist meist nur für ein Jahr fest und dann gilt Euribor +0,75 oder 1 Prozent. Das heißt, wann immer die Europäische Zentralbank, wie in den vergangenen zwei Jahren geschehen, den Zins verteuert, schlägt dies bei der monatlichen Schuldenlast durch. Nur wenige wissen, dass man seinen Kreditvertrag kündigen und ein besseres Angebot in Anspruch nehmen kann oder den Zins auch nach unten drücken kann durch hartes Verhandeln um die Konditionen. In den letzten zwei Jahren hat sich der Hypothekenindex auf derzeit 4,5 Prozent fast verdoppelt und nach Expertenmeinung wird der Referenzkurs weiter steigen. Das führt zu Zahlungsausfall. In Madrid zum Beispiel liegen Zahlen vor, denen zufolge die Zahlungssäumnis im ersten Halbjahr 2007 um 67 Prozent im Verhältnis zum gleichen Zeitraum des Vorjahres zugenommen hat. Nun stellt sich die Frage, ob es möglich ist, das Haus oder die Wohnung zu verlieren, wenn man die Annuitäten nicht mehr bezahlt. Im Fall des Rateausfalls wird die Bank mit dem Kunden versuchen, eine persönliche Lösung zu finden. Vor der endgültigen Einstellung der Zahlungen bietet die Bank normalerweise einige Möglichkeiten an, wie etwa die Verlängerung des Darlehens, um so die einzelnen Raten zu vermindern, die zeitweise Aussetzung des Kredits, den Versuch einer Refinanzierung oder die Zusammenlegung aller Schulden. Hier der ganze Artikel 


    Kommentare [3]



    Posted by thorsten at 02.11.07 12:32:50 Uhr

    ich hoffe die Zinsen steigen weiter damit weniger Wohnungen gekauft werden und endlich die Preise der Wohnungen fallen.


    Posted by Michael Jung at 07.11.07 14:30:42 Uhr

    Hallo Thorsten,

    schon mal daran gedacht - weniger Wohnungen weniger Arbeit fuer alle? Und ich spreche nicht nur ueber Bautraeger. Heute haengt jeder 3 Arbeitsplatz von der Bauindustrie ab (Spanien) - auch Anwaelte, Steuerberater. Erst ueberlegen dann kommentieren!


    Posted by Sabine at 08.11.07 11:20:25 Uhr

    Was wäre denn deine Lösung - einfach weiterbauen, Zinsen niedrig, jeder drei Häuser die er zu verkaufen versucht? Während die die noch keins haben sehen können wo sie mal eben eine halbe Million herkriegen sollen?!?

    Man sieht doch, dass das nicht weiter tragbar ist, auch wenn es Dir lieber wäre. Auch wenn jetzt einige auf der Strecke bleiben - vielleicht wird dann mal wieder mehr in eigene Unternehmen, Ausbildung, neue Geschäftsideen investiert - Not macht erfinderisch.

    Diejenigen die nun in ihrer Hypothek ersticken, weil sie so dumm waren zu denken sie könnten weit über ihre Verhältnisse kaufen nur weil der Zins niedrig ist, tun mir nicht leid. ganz im Gegenteil - sie sind mitschuld an den überteuerten Preisen und an der Krise an der wir nun alle leiden werden, auch die, die weitsichtig genug waren schön zur Miete zu bleiben.

    Kommentare (0) :

    Artikel kommentieren
    Artikel-Archiv
    • 07.01.2016 [Kommentare: 0]

      Eine Bank für deutsche Expats

      Für deutsche Expats ist es nicht einfach ein Konto bei einer deutschen Bank zu eröffnen, insbesondere wenn man sich einmal bei seinem Einwohnermeldeamt abgemeldet hat.Die Identifizierung der eigenen Person vom Ausland aus ist oft mit erheblichen Aufwand verbunden und ohne eine Reise nach Deutschland nicht möglich. Dank der neuen.. Artikel weiterlesen

    • 25.10.2015 [Kommentare: 0]

      Der spanische Warenkorb: Die Haushaltsausgaben der Spanier in 2015

      Einen sonderbaren Warenkorb, so nennt die spanische Wirtschaftszeitung Expasión in einem Onlinebeitrag vom 14/10/2015 die Statistik der spanischen Haushaltsausgaben, die vom statistischen Amt der EU Eurostat erhoben werden.Höchste Ausgaben für Lebens- und Transportmittel. Die höchsten Ausgaben tätigen die Spanier in den beiden Segmen.. Artikel weiterlesen

    • 14.09.2014 [Kommentare: 0]

      NEWS: Emilio Botín ist tot

      Er war aus der Finanzwelt nicht wegzudenken, machte die Banco Santander zur grössten Bank der Eurozone und steuerte sie auch in der spanischen Wirtschaftskrise sicher ohne staatliche Geldspritzen: Emilio Botín. In der Nacht auf Mittwoch erlag der aus Santander stammende Banker einem Herzinfarkt und verstarb mit 79 Jahren in Madrid. Er .. Artikel weiterlesen

    • 12.07.2013 [Kommentare: 0]

      HINTERGRUND: Das Spiel mit den Zahlen

      Unsere Welt ist komplex und viele Zusammenhänge, gerade auch im wirtschaftlichen Umfeld, kann der Laie schwer erfassen. Die Medien sollten eigentlich informieren und die Menschen unterstützen, sich eine Meinung bilden zu können. Leider werfen die Medien in vielen Fällen mit Zahlen um sich, die aus dem Zusammenhang geri.. Artikel weiterlesen

    • 05.07.2013 [Kommentare: 0]

      NEWS: Spanien: Die Krise erreicht das Militär

      Das spanische Militär muss in Zukunft den Gürtel enger schnallen. Wegen der Krise fehlt es am nötigen Kleingeld. Kritiker wenden allerdings ein, dass es auch an einem klaren Konzept fehlt.Wie ein Krieg fordert auch die derzeitige Krise in Spanien ihre Opfer: Die "Principe de Asturias" war 25 Jahre lang das Flaggsc.. Artikel weiterlesen

    • 18.06.2013 [Kommentare: 0]

      NEWS: Wenig Geld für die Forschung in Spanien

      Spanien hat inzwischen eine Schuld von 200 Millionen Euro an Quoten bei internationalen Laboratorien wie zum Beispiel der CERN in Genf angehäuft.Auch bei der Europäischen Weltraumbehörde und der Europäischen Wissenschaftsstiftung steht Madrid tief in der Kreide. Fachleute befürchten, dass sich damit viele Orte f&u.. Artikel weiterlesen

    • 19.01.2012 [Kommentare: 0]

      NEWS: Erhöhung der Einkommenssteuer

      Das spanische Parlament hat am 30.12.11 einer Erhöhung der Einkommenssteuer zugestimmt, die zunächst für 2 Jahre gelten soll.Diese Steuererhöhung verursacht beim Steuerzahler im Schnitt eine Mehrbelastung von 222 Euro. Am härtesten trifft dies die Einkommensschicht bis 33.000 Euro/ Jahr, welcher 85 der Arbeitnehm.. Artikel weiterlesen

    • 11.01.2012 [Kommentare: 0]

      NEWS: Katalonien lehnt Sparprogramm ab

      Für die spanische Regierung unter Mariano Rajoy sind die regionalen Regierungen die Hauptschuldigen für die Überschreitung des Defizitziels von 2011 (jetzt schon über acht Prozent). Ein Ziel, das in Absprache mit der EU zur Stabilisierung der Euro-Zone ausgehandelt wurde. Genau aus diesem Grund will die zentrale spanis.. Artikel weiterlesen

    • 08.08.2011 [Kommentare: 0]

      NEWS: Armut in Katalonien breitet sich aus

      Am schlechtesten geht es Babys, Kleinkindern und Rentnern. Viele der älteren Menschen haben pro Monat weniger als 640 Euro zur Verfügung, um ihr Leben zu bestreiten. Nimmt man die vielen Standardkosten, bleibt für die Ernährung nicht viel übrig. Und so ist es nicht die Unterernährung, wie sie grosse Landstric.. Artikel weiterlesen

    • 22.07.2011 [Kommentare: 0]

      HINTERGRUND: Wie sicher sind sichere Anlagen noch?

      Wahrscheinlich von vielen Anlegern unbemerkt hat die CNMV (Comisión Nacional del Mercado de Valores – spanische Wertpapieraufsicht) Ende Juni ihre Regeln für Geldmarktfonds geändert: nachdem sie bisher nur in Anlagen investieren durften, die wenigstens ein A2-Rating (ziemlich sicher) haben, ist es diesen nun erlaubt.. Artikel weiterlesen