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Barcelona für Deutsche



    HINTERGRUND: Krise in Spanien – Auswandern als Plan B

    21.07.2013 - Doris Oberleiter / Barcelona für Deutsche 

    Das One-Way-Ticket ist gekauft, der Koffer ist gepackt. Er ist gefüllt mit großen Hoffnungen und der Aussicht auf eine vielversprechende Zukunft, es finden sich darin aber auch Ängste und Zweifel. Immer mehr Spanier kennen diese Situation aus eigener Erfahrung. Das Ziel ist in vielen fällen Deutschland. Allein im letzten Jahr ist die Zahl der spanischen Einwanderer in der Bundesrepublik um 45 Prozent gestiegen. Rund 30.000 Spanier versuchen in Berlin, München oder Frankfurt ihr Glück. Viele davon kommen allerdings schneller wieder zurück nach Spanien als sie gedacht hätten. Warum das so ist und welche Gründe die Entscheidung zu gehen oder zu bleiben beeinflussen, hat eine europäische Studie nun mittels Online-Umfrage untersucht. Ziel des Ganzen ist es, den Regierungen Vorschläge zu machen, die die Mobilität innerhalb Europas erleichtern sollen.

    Im Moment haben es die Auswanderer nämlich oft alles andere als leicht. Das statistische Bundesamt bestätigt: Die Hälfte der Migranten kehrt schon nach einigen Monaten in das Herkunftsland zurück. Schwierigkeiten beim Finden eines qualifizierten Jobs, Sprachbarrieren und das Klima sind für die Spanier dabei die ausschlaggebenden Gründe für die Rückkehr. Das alles, obwohl die Voraussetzungen eigentlich nicht schlecht wären. Im Gegensatz zur Migrationswelle von Spanien nach Deutschland in den 60er Jahren sind heute viele von den jungen Auswanderern hoch qualifiziert. Ohne fundierte Sprachkenntnisse, Anpassungsfähigkeit, Kontakte und das nötige Quäntchen Glück ist es allerdings auch trotz Uni-Abschluss schwierig, sich im neuen Land zurechtzufinden. Oft fängt die Frustration schon bei der Wohnungssuche an. Intensive Tage mit Minijobs in Kombination mit Deutschkurs und wenig Hoffnung auf einen „richtigen“ Job, lassen viele Auswanderer dann endgültig den Rückzug erwägen – auch dann, wenn die Situation in Spanien nicht rosig ist.

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