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    HINTERGRUND: Spanien-Studie zum demografischen Wandel

    07.11.2011 - Ingo Rütten, venturebrain  

    Für die Gesamtbevölkerung in Spanien ist in den nächsten Jahren ein leichtes Wachstum zu erwarten. Aber durch relativ konstante Geburtenrate bei gleichzeitig steigender Lebenserwartung wird im Jahr 2050 deutlich mehr als ein Drittel der Bevölkerung über 60 Jahre alt sein. Was heißt das für den spanischen Wirtschaftsraum? Welche Risiken und Chancen bietet dieser Wandel?
    Die Bevölkerungsentwicklung in Spanien ist schwieriger zu prognostizieren als in anderen Ländern. Denn in der Vergangenheit haben Zu- und Abwanderungswellen die Bevölkerungszahl immer wieder stark beeinflusst. Seit 2001 übersteigt die Zahl der Migranten die Zahl der Geburten. Die aktuell schwierige wirtschaftliche Lage des Landes und hohe Arbeitslosigkeit lässt einige Experten bereits vor Abwanderungswellen qualifizierter Spanier warnen, während gleichzeitig die Zuwanderung geringqualifizierter Migranten aufgrund fehlender Arbeit abnimmt.

    Dabei ist auch Spanien dringend auf eine leistungsfähige Arbeitsbevölkerung angewiesen, um die Sozialsysteme zu stützen. Zwischen 2010 und 2040 wird sich die Zahl der über 65-jährigen Spanier mehr als verdoppeln (2050: 16,8 Mio; 32,6). Auch der Abhängigkeitsquotient steigt rapide: In 2010 kommen auf 100 Erwerbstätige 25 Personen über 65 Jahre, in 2050 werden es 62 Personen sein – damit gehört Spanien zu den am schnellsten alternden Bevölkerungen der EU.

    Die Bevölkerungsentwicklung nach Regionen ist sehr uneinheitlich: Während für die nord-westlichen Regionen (insbesondere Asturien, Kastilien und León, Galicien und Baskenland) bis 2030 Rückgänge um 10 zu erwarten sind, wächst die Bevölkerung insbesondere in den süd-östlichen Regionen (Valencia, Murcia, Andalusien, Kastilien-La Mancha) und den kanarischen und balearischen Inseln überdurchschnittlich.

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