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Barcelona für Deutsche



    HINTERGRUND: Spanien startet mit Biokraftstoff durch

    12.07.2007 - Stefanie Müller 

    Während in Deutschland die Besteuerung des Biodiesels in diesem Jahr vielen Landwirten das Geschäft mit dem pflanzlichen Treibstoff verdirbt, setzen Spaniens Politiker, Bauern, Banken und Energieunternehmen immer mehr auf den Anbau von Rote Beete, Zuckerrüben, Weizen und Sonnenblumen, um alternativen Sprit bzw. Biodiesel herzustellen.Spanien will, dass Biotreibstoff, wie es die EU-Richtlinie vorsieht, bis zum Jahr 2010 knapp sechs Prozent des Gesamtspritverbrauchs im Land ausmacht. Schon in zwei Jahren wird die Beimischung Plficht, alle Tankstellen müssen dann Biodiesel oder Sprit im Angebot haben. Um die für das eigene Land wichtige Industrie weiter zu fördern und nicht gegen EU-Normen zu verstoßen, denkt Spaniens sozialistische Regierung auch in den kommenden Jahren nicht dran, Biodiesel zu besteuern.Zudem wird sie die wachsende Industrie bis 2010 mit 2,85 Milliarden Euro neben den europäischen Hilfen für die Landwirte unterstützen. Die sozialistische spanische Regierung mußte reagieren. Umweltverbände und Produzenten alternativer Energien kritisieren seit langem, dass bis jetzt bei spanischen Tankstellen wie auch bei den heimischen Transportunternehmen das Interesse an Biodiesel eher gering und Spanien wie bei so vielen Aspekten der Umweltpolitik im Verzug ist.Ein Grund, warum 60 Prozent des auf der Iberischen Halbinsel produzierten Biokraftstoffs exportiert wird. Reinen Biodiesel gibt es bei uns überhaupt noch nicht. Wir müssen deswegen radikale Maßnahmen ergreifen, wollen wir dieses ambitiöse EU-Ziel bis zum Jahr 2010 erreichen, sagt Manuel Bustos vom spanischen Branchenverband Productores de Energías Renovables (APPA). Vor allem die Tankstellen müssten das Geschäft endlich erkennen und fördern.

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