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Barcelona für Deutsche



    HINTERGRUND: Weihnachten in Spanien: Auf jeden Fall mit Krippe!

    16.12.2012 - Meike von Lojewski / Barcelona für Deutsche 


    Wie immer, wenn das Weihnachtsfest näher rückt, machen wir uns Gedanken darüber, wie es “zu Hause” in Deutschland ist, was wir von dort vermissen, aber auch darüber, welche Traditionen es in Spanien gibt und was wir an diesen schätzen. Denn eines ist sicher: Das Weihnachtsfest wird bei den Spaniern ganz anders gefeiert als wir es von Deutschland her kennen. Einige der Traditionen sind uns bekannt, vieles aber weniger. So gibt es in Spanien keinen Weihnachtsmann mit Knecht Ruprecht, der am 6. Dezember über die Taten der Kinder richtet, sondern an dem Tag wird der spanischen Verfassung von 1978 gedacht. Auch gibt es keine Adventskalender und -kränze und auf einen Tannenbaum haben die Spanier bislang auch weitestgehend verzichtet.

    Dafür sind Krippen ein wichtiger Bestandteil des Weihnachtsfestes bei den Spaniern. In jeder Kirche, in jedem Haus, in jedem Geschäft und Büro sind Krippen in unterschiedlicher Qualität zu finden – je nach Geldbeutel. Dabei verändern viele im Laufe der Tage ihr Aussehen. Bis Heilig Abend ist die Krippe fast leer, nur die Hirten mit den weidenden Schafen sieht man um den Stall herum. An Heiligabend wird das Jesuskind in die Krippe gelegt, Maria und Josef daneben gestellt und die Heiligen Drei Könige rücken immer näher an den Stall, bis sie diesen am 6. Januar erreichen und die Geschenke überbringen.

    Auch lebende Krippen sind vielerorts zu sehen. Meist spielen Laienschauspieler in rekonstruierten Kulissen das Leben in Betlehem nach. Ein Beispiel dafür gibt es in Fonollosa, ein kleines Dorf nordwestlich von Barcelona. Dort wird in der einmaligen Umgebung der Torres de Fals eine lebende Krippe inszeniert.

    Ab dem 23. Dezember wird man mehr als 2000 Jahre in die Zeit von Christi Geburt zurückversetzt. Viele Personen stellen verschiedene Szenen aus der Bibel dar: Mariä Verkündigung, die Herbergssuche, die Volkszählung, der Palast des Herodes und der Aufruf zum Kindsmord, die Anbetung durch die Heiligen Drei Könige, die Hirten auf dem Felde. Auch finden sich viele Szenen aus der traditionellen spanischen Krippe wieder: ein typischer Haushalt, der Marktplatz, die Bäckerei, eine Schule und vieles mehr. Viele Tiere wie Schafe, Gänse oder Esel sind auf dem Rundgang zu sehen.

    Alle Szenen werden mit typischen Gewändern und historischen Utensilien dargestellt, die von den Einwohnern des Dorfes selbst hergestellt werden. Die Inszenierung in der Umgebung der Torres ist einzigartig und man bekommt das Gefühl, ins Jahr 0 zurückversetzt zu werden.

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