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Barcelona für Deutsche



    HINTERGRUND: Ärztemangel in Katalonien

    29.11.2010 - ARENA/Barcelona für Deutsche  

    Zwischen 2025 und 2030 werden in Katalonien rund 13.000 Ärzte in Rente gehen, die derzeit zwischen 50 und 55 Jahre alt sind. Das ist nach seriösen Untersuchungen die doppelte Zahl derer, die sich in den kommenden 15 Jahren in den sieben katalansichen medizinischen Fakultäten hier ausbilden lassen.

    Seit 1981 gilt auch hierzulande der „numerus clausus“ für den Zugang zum Medizinstudium. Das hat zur Folge, dass derzeit nur ein Drittel der Kandidaten für diese Richtung einen Studienplatz erhalten.

    Daraus hat sich im Laufe der Jahre ein strikter Mangel an Fachärzten entwickelt, was besonders schwerwiegend ist, weil Katalonien in den letzten fünf bis zehn Jahren weit über eine Million Immigranten dazubekommen hat, die Anrecht auf die individuelle Gesundheitskarte haben. Entsprechend hoch ist die Belastung der Krankenhausärzte und des CAP-Personals. Nicht zuletzt deshalb, weil die meist jungen Zuwanderer früh Eltern werden und die meisten schwangeren Frauen sich in öffentlichen Gesundheitseinrichtungen behandeln und betreuen lassen.

    Ganz besonderer Mangel herrscht an Gynäkologen, Hebammen und Kinderärzten in den kleinen und mittleren Ortschaften. Gleichzeitig, so hob die Studie hervor, waren knapp 58 Prozent der Mediziner, die sich im vergangenen Jahr bei der Ärztekammer von Katalonien anmeldeten, keine Spanier. Rund 76 kamen aus Lateinamerika, nur knapp 10 aus Staaten der EU und rund 5 aus den ehemaligen Ostblockstaaten.

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