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    Maßnahmen gegen die Gewalt an Frauen

    29.11.2017 - Katharina Fahling 

    Allein in Barcelona sind seit November 2016 drei Frauen und ein Baby ermordet worden, ein weiteres ungeborenes Baby wurde durch einen Mordversuch nur vier Monate alt. Sie alle wurden Opfer häuslicher Gewalt.

     

    31 Prozent der Frauen, die in Barcelona leben, haben im Laufe ihres Lebens schon einmal schwere häusliche Gewalt erlebt. Die Stadtverwaltung habe sich deshalb für eine genauere Analyse des Problems, aber auch für ein System eingesetzt, das die Fälle nicht nur schneller entdecken, sondern auch die Prävention und Genesung verbessern soll. Dafür wurden im Jahr 2017 fast 7 Millionen Euro investiert.

     

    So wurde in den Zentren, die Frauen und Kinder betreuen, mehr Personal eingestellt, da diese im Jahr 2017 bereits von mehr als 4300 Frauen besucht wurden. Weitere 400 Mitarbeiter haben sich weitergebildet, um die Opfer besser betreuen, und die Zusammenarbeit mit anderen Maßnahmen oder städtischen Dienstleistungen optimieren zu können.

     

    Häuslicher Gewalt sollte nicht der Rücken zugekehrt werden – so heißt das neue Motto der Kampagne, die die Bürger dafür sensibilisieren soll. Auch mit Kindern würde in öffentlichen Einrichtungen verstärkt an der Prävention von Missbrauch und Misshandlung gearbeitet. Zudem wurden mehr Plätze für Frauen und Kinder, die Opfer häuslicher Gewalt wurden, in Aufnahmestellen organisiert. Abgesehen von der Unterbringung wurden im Jahr 2017 auch 32 Plätze in einem speziellen Programm zur Weiterbildung von Frauen, die durch häusliche Gewalt arbeitslos geworden sind, zur Verfügung gestellt.

     

    Für März 2018 wurde außerdem eine App für Smartphones angekündigt, die Opfern sexueller oder häuslicher Gewalt ermöglichen soll, ihren Standort zu senden, um auf diese Weise mehr über womöglich unsichere oder gefährliche Stadtteile Barcelonas zu erfahren.

     

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