Barcelona
Please wait for while...
Barcelona

Barcelona für Deutsche



    NUTZWERT: Der “Passeig de Gràcia”: eine der prachtvollsten Strassen Barcelonas

    21.04.2014 - M. v. Lojewski / BfD 

    Barcelona: nirgendwo sonst in Spanien findet man eine Stadt, die die Gratwanderung schafft, der Vergangenheit treu zu bleiben und dennoch neuen Welten Tür und Tor zu öffnen. So ist es auch mit dem “Passeig de Gràcia”, einem der Prachtboulevards der Stadt. Die 1,5 Kilometer lange Strasse liegt im Stadtbezirk “L’Eixample” und verbindet auf seinem Weg die Stadtbezirke “Ciutat Vella”, die Altstadt, im Südosten mit dem namensgebenden Stadtbezirk “Gràcia” im Nordwesten.

    Während das Künstler-und Studentenviertel “Gràcia” von engen und schmalen Gässchen, die völlig chaotisch angeordnet sind, und vielen kleinen, recht einladenden Plätzen gekennzeichnet ist, taucht man am anderen Ende des “Passeig de Gràcia” ein in die edle Welt der Mode- und Schmuckdesigner, der schicken Bars und vornehmen Cafés. Hier präsentiert sich Barcelona von seiner allerschönsten Seite. Den Ruf, der dieser Prachtstrasse vorauseilt, haben die berühmten Architekten Antoni Gaudé, Josep Puig i Cadafalch und Lluís Domènech i Montaner begründet. Diese drei wetteiferten um die schönsten, innovativsten und aussergewöhnlichsten Häuser, weshalb man diesen Distrikt auch “Quadrat d’Or” (“Goldenes Viertel”) nennt.

    Gleich zu Beginn des “Passeig de Gràcia” liegt der so genannte "Manzana de la Discordia", "Zankapfel” oder auch "Block des Zwists" übersetzt. Beim “Zankapfel” gibt es drei beeindruckende Paläste zu bewundern, die jeweils von einem der genannten Architekten gebaut wurden und sich gegenseitig an Schönheit überbieten: die “Casa Batlló” von Gaudí, die “Casa Amatller” von Cadafalch und die “Casa Morera” von Domènech. Alle drei entstanden in den Jahren zwischen 1898 und 1906.

    Das wohl bekannteste Haus an der Straße ist die “Casa Milà” ebenfalls von Gaudí. Der Volksmund hat sich früh über dieses monumentale Wohnhaus, das keine tragenden Wände und keine klassische Ecke hat, lustig gemacht und ihm daher wegen seines steinartigen Erscheinungsbildes den Spitznamen “La Pedrera” (“Steinbruch”) gegeben. Das im Jahr 1910 errichtete Gebäude ist die letzte Arbeit des Architekten, bevor er sich nur noch mit dem Bau der imposanten “Sagrada Familia” beschäftigte.

    Neben den prachtvollen Bauwerken ziehen aber natürlich auch die zahlreichen Geschäfte am “Passeig de Gràcia” die Besucher an. Läden aller Art, vor allem aber verschiedene Designergeschäfte und exklusive Boutiquen eignen sich bestens für einen Schaufensterbummel. Ausserdem lädt die Strasse mit ihren grossartigen Kombinationen aus Sitzbänken und abends beleuchtenden Kandelabern nach Entwürfen Pere Falqués zum Verweilen ein.

    Kommentare (0) :

    Artikel kommentieren
    Artikel-Archiv
    • 07.04.2018 [Kommentare: 0]

      Das Vollkornbrot in Spanien

      Ist das, was wir als “integral” (Vollkorn) kaufen auch wirklich Vollkorn? Die Antwort lautet nein. Denn nicht alles, was den Begriff “integral” trägt, wird mit Vollkornmehl hergestellt. Wie bei anderen Lebensmitteln, erlaubt auch hier das Gesetz weitgefasste Umschreibungen. Zum Beispiel ist es nicht das gleiche "elaborado 100% con harina.. Artikel weiterlesen

    • 01.04.2018 [Kommentare: 0]

      Der erste Indoor-Themenpark 'Lionsgate Entertainment City' in Madrid für 2020 geplant

      Andrenalin pur und Emotionen der Blockbuster Filme der letzten Jahre können ab 2020 in dem neuen Indoor-Themenpark “Lionsgate Entertainment City“ in Madrid erlebt werden. Dies ist der erste Indoorpark in Europa; eine Kooperation zwischen Parques Reunidos und dem US-amerikanischen Medienunternehmen Lionsgate. 2019 wird der gleiche Park.. Artikel weiterlesen

    • 11.02.2018 [Kommentare: 0]

      Dienstag, der 13. – Spanischer Unglückstag

      Abergläubische in Spanien nehmen sich nicht etwa an Freitagen, sondern an Dienstagen, die auf einen 13. fallen, besonders in Acht. Denn nach dem hiesigen Volksglauben ist es der martes 13, der Unglück bringt. Auch wenn dies wissenschaftlich nicht belegt werden konnte, erklären einige Mythen und historische Ereignisse plausibel, warum in.. Artikel weiterlesen

    • 07.02.2018 [Kommentare: 0]

      Karneval 2018 in Barcelona

      Karneval in Barcelona bedeutet ausgelassene Feste und reichlich gutes Essen vom "fetten Donnerstag" (Jueves Ladero) bis Aschermittwoch, an dem die Beerdigung der Sardine (entierro de la sardina) stattfindet. Das Spektakel beginnt mit der Inbesitznahme der Stadt durch den Karnevalskönig 'Don Carnaval' am Jueves Ladero, an dem Fleisch und.. Artikel weiterlesen

    • 02.02.2018 [Kommentare: 0]

      Ibiza ist teuerstes Reiseziel im Mittelmeer

      Die Hotelbesitzer der Balearen setzen seit Jahren darauf, dass nicht die Quantität der Touristen maßgebend sein soll, sondern die Qualität. Unter dieser Prämisse haben die Unternehmer in den letzten Jahren mehr als 1,5 Millarden Euro in den Umbau, die Renovierung und die Standardverbesserungen der Unterkünfte investiert, um in einem glob.. Artikel weiterlesen

    • 29.01.2018 [Kommentare: 0]

      Kultur zu kleinen Preisen – Barcelona

      Barcelona hat kulturell jede Menge zu bieten – wie man dieses Angebot am besten nutzt, ohne dabei allzu tief in die Tasche greifen zu müssen, zeigen unsere Tipps. Gewusst wann: Gratis ins Museum. In Barcelona gibt es eine große Auswahl an Museen, einige davon können Sie generell immer gratis besuchen: • La Virreina Centre de la.. Artikel weiterlesen

    • 21.01.2018 [Kommentare: 0]

      Bedeutende Frauen Spaniens – Teil 4: Fernán Caballero

      Cecilia Francisca Josefa Böhl de Faber y Larrea (1796-1877) – besser bekannt unter dem Pseudonym Fernán Caballero – war eine spanische Schriftstellerin mit deutschen Wurzeln. Ihr deutscher Vater – Johann Nikolaus Böhl von Faber –, der in Cádiz als Konsul und Kaufmann tätig war, war maßgeblich an der Entwicklung der Romantik als.. Artikel weiterlesen

    • 11.01.2018 [Kommentare: 0]

      Spaniens Wilder Westen: Die Wüste von Tabernas

      Die einzige Wüste Europas befindet sich im südspanischen Andalusien, etwa 30 km nördlich von Almería. Mit ihrer kargen, hügeligen Landschaft, die von bizarren Felsformationen durchzogen wird, erinnert die Wüste von Tabernas an den amerikanischen Wilden Westen. So bot sie zahlreichen Filmregisseuren die perfekte Kulisse, um dort einige.. Artikel weiterlesen

    • 06.01.2018 [Kommentare: 0]

      Theater aus dem Goldenen Zeitalter

      Der so genannte Corral de Comedias in Almagro (Castilla-La Mancha) ist das einzige Theater aus dem 17. Jahrhundert in Spanien, das vollständig erhalten ist. Direkt am Plaza Mayor gelegen wurde der historische Theaterhof allerdings erst um 1950 wiederentdeckt und restauriert. Heutzutage ist Almagro besonders durch das internationale.. Artikel weiterlesen

    • 22.12.2017 [Kommentare: 0]

      „El Gordo“- Die Hoffnung auf den großen Gewinn bei der Weihnachtslotterie am 22. Dezember

      Die traditionsreiche Weihnachtslotterie gibt es seit 1812 und wird jedes Jahr am 22. Dezember live im Fernsehen ausgestrahlt. Der Name „El Gordo“ („Der Dicke“) hat allerdings gar nichts mit dem Gewicht des möglichen Gewinns zu tun, sondern stammt von einer dicklichen Figur aus dem 18. Jahrhundert, die zu Werbezwecken erfunden wurde. Der.. Artikel weiterlesen