Barcelona
Please wait for while...
Barcelona

Barcelona für Deutsche



    SEHENSWERT: Die Titanic - ein Abtauchen in die Geschichte

    31.05.2012 - Meike von Lojewski / Barcelona für Deutsche 

    Das Museu Marítim (Schifffahrtsmuseum) ist in Barcelona sicher eines der interessantesten Sehenswürdigkeiten. Es ist passend in den ehemaligen Schiffswerften der Drasannes untergebracht und befindet sich am südlichen Rand der Altstadt und am Ende der Ramblas. Neben einer ständigen Ausstellung über die Geschichte der Seefahrt Kataloniens gibt es nun eine Ausstellung, die einem berühmten Luxusschiff gewidmet ist: der Titanic.

    Pünktlich zum 100. Jahrestag des Untergangs der Titanic werden in der Ausstellung “Titanic, The exhibition” mehr als 150 Gegenstände, die sich tatsächlich an Bord des Schiffes befanden, im Museu Marítim gezeigt. So gelingt es, den Besucher in das Jahr 1912 zurückzuversetzen und sich vorzustellen, wie das Leben auf dem Luxusdampfer gewesen sein muss. Die Informationen reichen von seiner Konzeption über den Bau bis hin zu Resten, die in vier Kilometer Tiefe im Atlanischen Ozean gefunden wurden.

    Unter all diesen Originalgegenständen sind einige besonders hervorzuheben, so zum Beispiel die vollständige und vom 31. Mai 1912 von der britischen Reederei White Star Line bestätigte und beurkundete Passagierliste. Aber auch ein zwei Kilo schweres Stück Kohle aus dem Kesselraum Nummer 1 der Titanic oder zwei Briefe, die der 1. Offizier William Murdoch verfasst hatte, gehören dazu. Geschirr, eine Liste der Toten der Tragödie, Bücher, Fotos, Schuhe oder Fahrscheine komplettieren die Ausstellung, die es in dieser Grösse noch nie gegeben hat.

    Die Titanic kollidierte auf ihrer Jungfernfahrt am 14. April 1912 etwa 300 Seemeilen südöstlich von Neufundland seitlich mit einem Eisberg und sank zwei Stunden und 40 Minuten später nach dem Zusammenstoss im Nordatlantik. Obwohl für die Evakuierung genug Zeit zur Verfügung stand, starben zwischen 1490 und 1517 der über 2200 an Bord befindlichen Personen - hauptsächlich wegen der unzureichenden Anzahl an Rettungsbooten und der Unerfahrenheit der Besatzung mit diesen. Wegen der hohen Opferzahl zählt der Untergang der Titanic bis heute zu den grossen Katastrophen der Seefahrt.

    Die Aussstellung “Titanic. The exhibition” ist noch bis Ende September in der Sala Marqués de Comillas im Museu Marítim Barcelona zu sehen. Es ist montags bis sonntags von 10 bis 21.30 Uhr geöffnet. Mehr Informationen über Preise, Anfahrt etc. gibt es unter http://www.mmb.cat/index.php?idm=2.

    Kommentare (0) :

    Artikel kommentieren
    Artikel-Archiv
    • 17.11.2017 [Kommentare: 0]

      Bedeutende Frauen Spaniens – Teil 3: Emilia Pardo Bazán

      Schriftstellerin, Feministin, Pionierin – Emilia Pardo Bazán war eine der wichtigsten historischen Persönlichkeiten Spaniens des 19. Jahrhunderts. Sie setzte sich für die Gleichberechtigung und allen voran das Recht für Bildung von Frauen ein und war die erste Frau mit einem Lehrstuhl an einer Universität in Spanien – auch wenn sie nie.. Artikel weiterlesen

    • 12.10.2017 [Kommentare: 0]

      Bedeutende Frauen Spaniens – Teil 2: Maruja Mallo

      Maruja Mallo war eine der vergessenen Frauen der Generación del 27, eine der Las Sinsombrero: Neben Dalí, Buñuel und García Lorca war sie die vierte im Bunde der Surrealisten. Als ausdrucksstarke Frau schuf die Malerin nicht nur Werke, die heute zu dem wichtigsten Kulturerbe Spaniens des 20. Jahrhunderts zählen, sondern beeinflusste auch.. Artikel weiterlesen

    • 02.10.2017 [Kommentare: 0]

      Bedeutende Frauen Spaniens – Teil 1: María Teresa León

      Der breiten Masse war sie lange höchstens als die Frau an der Seite von Rafael Alberti bekannt: Doch María Teresa León war neben Ehefrau und Mutter auch Muse, Schriftstellerin und politische Aktivistin. Sie gehörte der Generación del 27 an, teilte aber das Schicksal der anderen Frauen des Zirkels, „las Sinsombrero“, denen lange nicht.. Artikel weiterlesen

    • 09.09.2017 [Kommentare: 0]

      Street Art in Barcelona: Eine Entwicklung mit Höhen und Tiefen

      Die einen sehen es als Kunst, die anderen als Vandalismus: Street Art erregt nicht selten die Gemüter. In Barcelona gibt es seit 2006 strenge Richtlinien, die der dort dynamischen Street-Art-Szene einen Dämpfer versetzt haben. Doch nach wie vor sorgen Sprayer dafür, dass das urbane Stadtbild bunt bleibt – wenn auch nicht mehr so bunt, wie.. Artikel weiterlesen

    • 23.03.2017 [Kommentare: 0]

      “Olympus Perspective Playground”: Kunst, Fotografie, Workshops, Musik und vieles mehr

      Bis 5. April lädt Olympus ein, die Welt der Kunst durch das Auge einer Kamera zu entdecken. “Olympus Perspective Playground” ist eine Gruppenausstellung mit interaktiven und begehbaren Kunstwerken, bei der die Besucher ihre Gefühle auf unterschiedlichste Weise erleben können. Der Ort dafür ist das “Recinte Modernista de Sant Pau” in der.. Artikel weiterlesen

    • 28.02.2017 [Kommentare: 3]

      Barcelona für Deutsche verlost 3x das Buch »Bessersprecher Spanisch«

      Feinschliff für die Muttersprache von 400 Millionen Menschen Die spanische Sprache ist unglaublich reich an Redewendungen, mit Formulierungen, die sich zwischen blumig, derb und skurril bewegen. Eine wörtliche Übersetzung dieser geflügelten Worte führt jedoch meist nur zu Stirnrunzeln, selbst beim fleißigsten Fremdsprachenschüler. Das.. Artikel weiterlesen

    • 17.02.2017 [Kommentare: 0]

      Antoni Tàpies. Objetos

      Antoni Tàpies gilt als wichtigster Vertreter des spanischen Informel. Er mischte in seine Gemälde Sand, Zement, Marmorstaub, Leim. Er kratzte Farbe solange ab und trug sie wieder erneut auf, bis die Oberfläche wie schrundiges Mauerwerk wirkte. Tàpies setzte sich Zeit seines Lebens intensiv mit den fernöstlichen Philosophien auseinander... Artikel weiterlesen

    • 26.12.2016 [Kommentare: 0]

      Lujo Alemán: Deutsche Luxusgüter im Spanien des 16. und 17.Jahrhunderts

      Drei Museen in Spanien haben derzeit ein spannendes, gemeinsames Projekt: Unter dem Titel “Lujo alemán” (“deutscher Luxus”) stellen das “Museo de Artes Decorativas” (MNAD) sowie das “Museo del Traje” in Madrid und das “Museo Nacional de Escultura” in Valladolid, die alle dem “Ministerio de Educación, Cultura y Deporte” unterstehen,.. Artikel weiterlesen

    • 26.11.2016 [Kommentare: 0]

      Marianne Breslauer - Fotografien 1927 - 1938

      Marianne Breslauer, berliner Fotografin zur Zeit der Weimarer Republik und Kunsthändlerin, wurde berühmt durch ihre besondere, alltagsnahe Art, die zwanziger Jahre zu porträtieren: Künstler in Berlin, Clochards in Paris, aber auch die selbstbewussten “neuen Frauen” gehörten zu ihren Lieblingsmotiven. Auch wenn ihre Karriere aufgrund der.. Artikel weiterlesen

    • 23.11.2016 [Kommentare: 0]

      Eindrucksvolle Kunst aus Madrid in Barcelona: die Thyssen-Sammlung

      Anlässlich des 25jährigen Jubiläums des Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid im kommenden Jahr präsentiert die Obra Social “La Caixa” die Ausstellung “Un Thyssen nunca visto”. Insgesamt werden zu dieser Gelegenheit 63 Gemälde aus der Thyssen-Sammlung gezeigt, die 1993 für fast 400 Millionen Euro vom spanischen Staat erworben wurde und nur.. Artikel weiterlesen