Barcelona
Please wait for while...
Barcelona

Barcelona für Deutsche



    SERIE: Deutsche Gegenwartsautoren auf Spanisch

    24.08.2009 - Barcelona für Deutsche 

    Das Goethe-Institut Barcelona lädt Sie mit dem Portal Deutsche Gegenwartsliteratur auf Spanisch ein, 28 Autoren der aktuellen deutschen Schriftstellerszene kennenzulernen. Die Autorenporträts liegen sowohl in deutscher als auch spanischer Sprache vor und bieten Leseproben aus den Werken der einzelnen Verfasser, biografische und bibliografische Details, ausgewählte Hörbeispiele und Videos. Unter der Rubrik "Interaktives Lesen" findet sich darüber hinaus didaktisch aufbereitetes Material für Deutschlerner. Viel Spaß beim Kennenlernen!

    "Der Kern meiner literarischen Arbeit ist die Poesie."

    1929 wurde Hans Magnus Enzensberger in Kaufbeuren im bayrischen Allgäu geboren. Er studierte Literaturwissenschaften, Sprachen und Philosophie in Erlangen, Freiburg im Breisgau, Hamburg und Paris. 1955 promovierte er mit einer Arbeit über Clemens Brentanos Poetik. Als freier Schriftsteller lebte er in Norwegen, Italien, den USA und Kuba, bevor er sich in München niederließ.

    1965 gründete er die Zeitschrift Kursbuch im Suhrkamp Verlag, das bis zu seiner Einstellung 2008 ein Sprachrohr europäischer Intellektueller war. Enzensberger arbeitete als Herausgeber verschiedener Aufsatz- und Gedichtbände und als Übersetzer englischer, französischer, italienischer, spanischer und schwedischer Autoren. Berühmt wurde er vor allem durch seine politischen Essays, widmete sich aber auch dem Theater und dem Hörspiel. Seit 1985 ist Enzensberger Herausgeber der Anderen Bibliothek.

    So vielfältig seine Tätigkeit auf dem Spielfeld der Literatur ist, so unterschiedlich und kontrovers sind auch die Meinungen über Enzensberger. Ebenso wie man ihn als „Zerstörer der Literatur“, als „Neokonservativen“ bezeichnete, haftete ihm das Etikett des „Anarchisten“, des „Chefideologen“, des „interessantesten Intellektuellen seiner Generation“ an. Pluralismus nennt Enzensberger das und weist sich damit nicht nur als Liebhaber ästhetischer Wortspielereien aus, sondern auch als bissiger Gesellschaftskritiker. Charakteristisch für das gesamte Werk Enzensbergers ist die Idee der Kritik, des Aufdeckens gesellschaftlicher Inkonsistenzen, der „Aufklärung“.

    Ohne Frage, Hans Magnus Enzensberger ist einer der bedeutendsten Intellektuellen Deutschlands. Doch nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland genießt der „unverbesserliche Humanist“ (Patrick Bahners, FAZ) höchste Anerkennung.

    Enzensberger wurde mit einer Vielzahl von nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. 1963 erhielt er den Büchner Preis, 1985 den Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln und 1998 den Heinrich-Heine-Preis. 2002 wurde er mit dem spanischen Prinz-von-Asturien-Preis und 2006 mit dem Premio d’Annunzio für sein Lebenswerk geehrt. Hier können Sie seiner Bücher bestellen und hier können Sie noch mehr über deutsche Literatur in Spanisch und viele andere interessante Dinge erfahren.


    Goethe-Institut Barcelona

    Kommentare (0) :

    Artikel kommentieren
    Artikel-Archiv
    • 17.11.2017 [Kommentare: 0]

      Bedeutende Frauen Spaniens – Teil 3: Emilia Pardo Bazán

      Schriftstellerin, Feministin, Pionierin – Emilia Pardo Bazán war eine der wichtigsten historischen Persönlichkeiten Spaniens des 19. Jahrhunderts. Sie setzte sich für die Gleichberechtigung und allen voran das Recht für Bildung von Frauen ein und war die erste Frau mit einem Lehrstuhl an einer Universität in Spanien – auch wenn sie nie.. Artikel weiterlesen

    • 12.10.2017 [Kommentare: 0]

      Bedeutende Frauen Spaniens – Teil 2: Maruja Mallo

      Maruja Mallo war eine der vergessenen Frauen der Generación del 27, eine der Las Sinsombrero: Neben Dalí, Buñuel und García Lorca war sie die vierte im Bunde der Surrealisten. Als ausdrucksstarke Frau schuf die Malerin nicht nur Werke, die heute zu dem wichtigsten Kulturerbe Spaniens des 20. Jahrhunderts zählen, sondern beeinflusste auch.. Artikel weiterlesen

    • 02.10.2017 [Kommentare: 0]

      Bedeutende Frauen Spaniens – Teil 1: María Teresa León

      Der breiten Masse war sie lange höchstens als die Frau an der Seite von Rafael Alberti bekannt: Doch María Teresa León war neben Ehefrau und Mutter auch Muse, Schriftstellerin und politische Aktivistin. Sie gehörte der Generación del 27 an, teilte aber das Schicksal der anderen Frauen des Zirkels, „las Sinsombrero“, denen lange nicht.. Artikel weiterlesen

    • 09.09.2017 [Kommentare: 0]

      Street Art in Barcelona: Eine Entwicklung mit Höhen und Tiefen

      Die einen sehen es als Kunst, die anderen als Vandalismus: Street Art erregt nicht selten die Gemüter. In Barcelona gibt es seit 2006 strenge Richtlinien, die der dort dynamischen Street-Art-Szene einen Dämpfer versetzt haben. Doch nach wie vor sorgen Sprayer dafür, dass das urbane Stadtbild bunt bleibt – wenn auch nicht mehr so bunt, wie.. Artikel weiterlesen

    • 23.03.2017 [Kommentare: 0]

      “Olympus Perspective Playground”: Kunst, Fotografie, Workshops, Musik und vieles mehr

      Bis 5. April lädt Olympus ein, die Welt der Kunst durch das Auge einer Kamera zu entdecken. “Olympus Perspective Playground” ist eine Gruppenausstellung mit interaktiven und begehbaren Kunstwerken, bei der die Besucher ihre Gefühle auf unterschiedlichste Weise erleben können. Der Ort dafür ist das “Recinte Modernista de Sant Pau” in der.. Artikel weiterlesen

    • 28.02.2017 [Kommentare: 3]

      Barcelona für Deutsche verlost 3x das Buch »Bessersprecher Spanisch«

      Feinschliff für die Muttersprache von 400 Millionen Menschen Die spanische Sprache ist unglaublich reich an Redewendungen, mit Formulierungen, die sich zwischen blumig, derb und skurril bewegen. Eine wörtliche Übersetzung dieser geflügelten Worte führt jedoch meist nur zu Stirnrunzeln, selbst beim fleißigsten Fremdsprachenschüler. Das.. Artikel weiterlesen

    • 17.02.2017 [Kommentare: 0]

      Antoni Tàpies. Objetos

      Antoni Tàpies gilt als wichtigster Vertreter des spanischen Informel. Er mischte in seine Gemälde Sand, Zement, Marmorstaub, Leim. Er kratzte Farbe solange ab und trug sie wieder erneut auf, bis die Oberfläche wie schrundiges Mauerwerk wirkte. Tàpies setzte sich Zeit seines Lebens intensiv mit den fernöstlichen Philosophien auseinander... Artikel weiterlesen

    • 26.12.2016 [Kommentare: 0]

      Lujo Alemán: Deutsche Luxusgüter im Spanien des 16. und 17.Jahrhunderts

      Drei Museen in Spanien haben derzeit ein spannendes, gemeinsames Projekt: Unter dem Titel “Lujo alemán” (“deutscher Luxus”) stellen das “Museo de Artes Decorativas” (MNAD) sowie das “Museo del Traje” in Madrid und das “Museo Nacional de Escultura” in Valladolid, die alle dem “Ministerio de Educación, Cultura y Deporte” unterstehen,.. Artikel weiterlesen

    • 26.11.2016 [Kommentare: 0]

      Marianne Breslauer - Fotografien 1927 - 1938

      Marianne Breslauer, berliner Fotografin zur Zeit der Weimarer Republik und Kunsthändlerin, wurde berühmt durch ihre besondere, alltagsnahe Art, die zwanziger Jahre zu porträtieren: Künstler in Berlin, Clochards in Paris, aber auch die selbstbewussten “neuen Frauen” gehörten zu ihren Lieblingsmotiven. Auch wenn ihre Karriere aufgrund der.. Artikel weiterlesen

    • 23.11.2016 [Kommentare: 0]

      Eindrucksvolle Kunst aus Madrid in Barcelona: die Thyssen-Sammlung

      Anlässlich des 25jährigen Jubiläums des Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid im kommenden Jahr präsentiert die Obra Social “La Caixa” die Ausstellung “Un Thyssen nunca visto”. Insgesamt werden zu dieser Gelegenheit 63 Gemälde aus der Thyssen-Sammlung gezeigt, die 1993 für fast 400 Millionen Euro vom spanischen Staat erworben wurde und nur.. Artikel weiterlesen