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Barcelona für Deutsche



    SERIE: Deutsche Gegenwartsautoren auf Spanisch

    24.08.2009 - Barcelona für Deutsche 

    Das Goethe-Institut Barcelona lädt Sie mit dem Portal Deutsche Gegenwartsliteratur auf Spanisch ein, 28 Autoren der aktuellen deutschen Schriftstellerszene kennenzulernen. Die Autorenporträts liegen sowohl in deutscher als auch spanischer Sprache vor und bieten Leseproben aus den Werken der einzelnen Verfasser, biografische und bibliografische Details, ausgewählte Hörbeispiele und Videos. Unter der Rubrik "Interaktives Lesen" findet sich darüber hinaus didaktisch aufbereitetes Material für Deutschlerner. Viel Spaß beim Kennenlernen!

    "Die einzige Konstante in meinem Leben ist wohl das Schreiben."

    Julia Franck, 1970 in Ost-Berlin geboren, reist 1978 mit ihrer Mutter und drei Schwestern nach West-Berlin aus. Dort lebt sie anfangs in einem Notaufnahmelager, ehe ein Bauernhof in Schleswig-Holstein ihre neue Heimat wird. Mit 13 Jahren zieht sie zu Freunden der Mutter nach Westberlin. Dort geht sie zunächst von der Schule ab, macht aber schließlich doch ihr Abitur. Julia Franck studiert Altamerikanistik und Neuere deutsche Literatur an der Freien Universität Berlin. Zeitweise arbeitet sie als Hilfsschwester, Kellnerin, Phonotypistin und als Regieassistentin beim Hörfunk. Zwischendurch verbringt sie längere Zeit in den USA und in Mittelamerika. Neben ihrer schriftstellerischen Arbeit ist sie auch journalistisch tätig. Julia Franck lebt in Berlin.

    Das Erdenken anderer Welten hat der Berlinerin seit ihrer Kindheit Spaß gemacht. 1994 reicht sie erstmals eine Geschichte zum Jugendwettbewerb der Neuen Gesellschaft für Literatur ein – den sie prompt gewinnt. Ihr literarisches Debüt gibt Julia Franck 1997 mit dem Roman Der neue Koch. 1999 folgt der Roman Liebediener, den die Süddeutsche Zeitung als „womöglich die Liebesgeschichte der Neunziger“ preist. Ein Jahr später veröffentlicht sie Bauchlandung (2000). In ihrem historisch-politischen Roman Lagerfeuer (2003) berichtet Julia Franck – geprägt durch ihre eigene autobiographische Erfahrung im Notaufnahmelager Marienfelde – über einen bisher weitgehend übergangenen Abschnitt deutsch-deutscher Geschichte Ende der 70er Jahre. In Die Mittagsfrau (2007) geht es um ein Familiengeheimnis, dem Julia Franck über das Erzählen auf die Spur kommt.

    „Ich erzeuge Bilder, so dass der Leser das Gefühl hat, er sieht diese Menschen, wo sie sich aufhalten, wie sie sich bewegen, wie sie sprechen. Dieses plastische Erzählen entsteht durch einen relativ strengen Erzählgestus, der bedeutet, dass ich an der Textoberfläche keine psychologisierenden Erklärungen für deren Verhalten suche. Ich lasse den Leser die Dinge mit seinem inneren Auge sehen.“

    Julia Franck erhielt verschiedene Literaturstipendien und Auszeichnungen, darunter das Alfred-Döblin Stipendium (1999) und den 3sat-Preis des Ingeborg- Bachmann-Wettbewerbs 2000 in Klagenfurt. 2007 wird sie mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

    Bücher von Franck können Sie hier bestellen und hier können Sie noch mehr über sie erfahren.


    Goethe-Institut Barcelona

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