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Barcelona für Deutsche



    SERIE: Deutschsprachige Unternehmerin in Katalonien - Katrin Dibowski

    08.06.2012 -  

    1 Was macht Ihr Unternehmen?

    Puntosmile ist eine „kleine internationale Küche und Konditorei“. Klein, weil wir ein Team von 7 Personen sind und international, weil wir vom Kirschstreusel über die Quiche Lorraine bis zum Couscous oriental und jetzt auch Bioprodukte aus Spanien und Deutschland in unserem Angebot haben. Alles mit natürlichen Zutaten und immer auf der Suche nach neuen und spannenden Rezepten.

    2 Wie entstand Ihre Unternehmensidee?


    Da haben sich die Lust auf ein eigenes Unternehmen und die Leidenschaft zum Kochen und Backen getroffen. Und dazu ist es sehr schön zu sehen, wenn der kleine Junge von nebenan heute mal einen frischgepressten Saft von uns statt einer Cola trinkt.

    3 Warum in Katalonien?

    Barcelona ist eine sehr internationale Stadt mit vielen Universitäten und Menschen, die unsere Art Produkt suchen.

    4 Was war für Sie das größte Problem am Anfang?

    Die Regelung der Lizenzvergabe auf den Rathäusern ist nicht einfach zu verstehen, hay que buscarse la vida, wie man hier sagt.

    5 Sprechen Sie Katalanisch?

    Ich verstehe es besser als ich es spreche, aber unsere Kunden sind immer sehr erfreut, wenn ich mit ihnen Katalanisch sprechen übe.

    6 Die meisten geschäftlichen Kontakte entstehen wo?

    Es gibt eine Menge Kreise, in denen man networking machen kann, Gremien zu jedem Metier, Händlergemeinschaften oder Veranstaltungen wie Messen oder Ausstellungen.

    7 Wie wirkt sich die verordnete Zweisprachigkeit auf Ihre Firma aus?

    Obwohl wir in einem „alteingesessenen“ Stadtteil sind, und nicht alle katalan sprechen, klappt das ganz gut. Wir kommunizieren in vielen Sprachen, das hilft natürlich.

    8 Was raten Sie jemanden, der hier eine Firma gründen will?

    Man braucht Durchhaltevermögen, und das hat man vor allem dann, wenn man das, was man tut, gerne macht.

    9 Welcher Unterschied zu Deutschland fällt Ihnen hier am meisten auf?

    Das gesprochene Wort ist nicht so bindend wie in Deutschland, das hat manchmal Vor- und manchmal Nachteile.

    10 Was mögen Sie besonders an den Katalanen?

    Den FC Barcelona, nein, ernsthaft....sie gehen mit Ernst und Ehrgeiz an die Sachen, da kann man viel bewegen.

    11 Gibt es etwas, das Sie hier stört?

    Politik machen mit der Zweisprachigkeit.

    12 Sagen Sie uns einige deutsche Marotten, die Sie nicht ablegen können?


    Wenn ich fluche, dann immer noch auf Deutsch! Und es gibt einige Gesten, da sagen mir die Leute immer, das muss deutsch sein...!

    13 Können Sie ein Restaurant/ Bar empfehlen?

    Viele! Zum Beispiel das Big Fish im Born oder das Caffe di San Marco in Sarrià, die machen den Kaffee sehr gut.

    14 Haben Sie eine Hotelempfehlung?

    Hotel Villa Emilia in Calabria.

    15 Was ist Ihr liebster Platz in Barcelona?


    Die Carretera des Aigues. Und Gràcia und Sarrià sind sehr schöne Stadtviertel.

    16 Was vermissen Sie aus der Heimat?

    Das Fahrradfahren, das Frühstücken gehen können, das Angebot an „gesundem“ Essen und Trinken.


    Das Interview führte Judith de la Vega.

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