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Barcelona für Deutsche



    TIPP: Las Ramblas - 1.300 Meter pulsierendes Leben!

    18.12.2012 - Meike von Lojewski / Barcelona für Deutsche 

    Die “Rambla”, für sie wird oft auch der Plural "Las Ramblas" verwendet, ist eines der Wahrzeichen und die berühmteste Flaniermeile von Barcelona, die diese Metropole so einzigartig macht. Die etwa 1,3 Kilometer lange Straße - in der Mitte eine Fußgängerzone - reicht vom “Plaça Catalunya” bis zum Hafen. Den Abschluss bildet die weithin sichtbare Kolumbussäule.

    Hier ist immer etwas los: Straßenmusiker und -künstler unterhalten auf den “Ramblas” ebenso Besucher der Stadt sowie die Einheimischen. Es herrscht ein quirliges Treiben von Menschen, die sich an Kiosken ihre Tageszeitung oder Süssigkeiten kaufen, an den Tierständen piepsen die Vögel, in den Bistros am Rand sitzen ältere Herren und Damen und trinken Kaffee, andere ruhen sich von einem langen Fussmarsch aus.

    Die “Ramblas” sind voll in das urbane Leben von Barcelona eingebunden. Obwohl sich links und rechts einige der bemerkenswertesten Sehenswürdigkeiten und Viertel der Stadt befinden, ist es jedoch schon allein der Boulevard selbst wert, ein wenig zu verweilen und ihn etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

    Die grosse Promenade führt durch die komplette Altstadt und trennt das Altstadtviertel Barri Gotic und das Viertel El Raval voneinander. Man kann sie in fünf verschiedene Abschnitte unterteilen. Ein bekannter Treffpunkt der Fans des Fußballvereins FC Barcelona ist die “Rambla de Canaletes”, die sich direkt am Anfang der Flaniermeile befindet, angrenzend an den Plaça Catalunya, dem wohl zentralsten Verkehrsknotenpunkt der Stadt. Hier gibt es einen Brunnen, den so genannten Font de Canaletes. Laut einer Legende kommen Menschen, die einmal aus diesem Brunnen getrunken haben, immer wieder zurück nach Barcelona.

    Der zweite Abschnitt der “Ramblas” heißt “Rambla dels Estudis”, der nach der früher hier angesiedelten Universität benannt wurde, die allerdings 1843 abgerissen wurde. Heute rechtfertigt nur noch die Wissenschaftsakademie mit der Hausnummer 114 diese Bezeichnung. Deswegen ist heute für diesen Teil der Name “Rambla de Ocells” (“Vogel-Rambla”) gebräuchlicher, weil hier zahlreiche Händler ihre Vögel und andere Kleintiere anbieten.

    An diesen Teil schliesst sich die “Rambla de Sant Josep” an, die wegen ihrer zahlreichen Blumengeschäfte auch als “Rambla de les Flors” bezeichnet wird. Er ist für Touristen besonders interessant, denn hier kann der “Palau de la Virreina”, eine wunderschöne Villa, sowie der “Mercat de la Boqueria”, der grösste Straßenmarkt Barcelonas, besichtigt werden. Hier fügt sich die “Rambla de Caputxins” mit seinen Strassenakteuren an, an der sich unter anderem auch das “Café de l’Opera” sowie das “Gran Teatre del Liceu” befinden, das 1994 abgebrannt war, aber wieder vollständig und sehr prunkvoll aufgebaut wurde.

    Fünfter und letzter Teil der “Ramblas” ist die “Rambla de Santa Mónica”. Er befindet sich unmittelbar vor dem Hafen und ist nach der Patronin des Augustinerordens benannt. Ihr zu Ehren ist hier auch das “Museum Centre d’Art de Mónica” untergebracht. Die eiserne Kolumbusstatue mitten auf dem Platz bildet den Abschluss der 1.300 Meter langen Meile pulsierenden Lebens.

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