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    TIPP: Wer eine Sprache lernen will, muss reden

    27.06.2007 - Nicole Kreischer 

    Heutzutage gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, eine neue Sprache zu erlernen, doch um das Verstehen und Verinnerlichen der grammatikalischen Regeln und Strukturen und das Pauken von Vokabeln kommt niemand herum. Nur um in der Fremdsprache - in diesem Fall das Spanische - kommunizieren zu können, braucht man allein die Kenntnis von diversen grammatikalischen Strukturen und auf jeden Fall auch einen Grundwortschatz. Wo und wie lerne ich am besten Spanisch Zunächst einmal sollte man sich überlegen, wie viel Zeit man pro Woche aufwenden kann und möchte. Dann ist zu beachten, ob man schon Grundkenntnisse besitzt oder wirklich ein Anfänger ist. Ebenso wäre es sinnvoll zu wissen, was für ein Lerntyp man ist (Lerntypentests findet man im Internet). Ist man zum Beispiel ein auditiver Lerntyp und hat bereits Vorkenntnisse, so spricht nichts dagegen, zu einer Lern-CD zu greifen und sich Dialoge anzuhören. Auch zur Vertiefung des Gelernten empfehle ich diese CDs, die es in vielfacher Auswahl gibt oder auch das Gucken von spanischem Fernsehen oder das Hören von spanischer Musik. Sprachkurse sind wichtig Allerdings denke ich, dass Lernanfänger eher regelmäßig einen Sprachkurs besuchen sollten, um so die grammatikalischen Strukturen von Anfang an richtig zu lernen und eventuell auftretende Fragen direkt aus der Welt zu schaffen. In Madrid gibt es eine Menge von Sprachschulen, die Kurse in verschiedenen Lernstufen anbieten, jedoch ist bei der Auswahl der Sprachschule darauf zu achten, dass die Kurse nicht zu groß sind und der Unterricht regelmäßig stattfindet. Gütesiegel ist wichtig Daher ist es ratsam, eine Sprachschule zu besuchen, die das Gütezeichen CEELE (Calidad en la Enseñanza del Español como Lengua Extranjera) trägt. Dieses wird von der Universität Alcalá de Henares verliehen. Jenes Gütesiegel wird den Sprachschulen nach unabhängigen, professionellen und objektiven Qualitätskontrollen verliehen und garantiert, dass der Spanischunterricht den international anerkannten Qualitätskriterien entspricht. Austausch mit Spaniern ist wichtig Zur Vertiefung und Festigung des Gelernten ist ein so genannter Tandem-Partner wohl genau das Richtige. Tandempartnerschaften bestehen meist aus zwei Personen, die jeweils die Muttersprache des anderen lernen und sich durch Gespräche gegenseitig verbessern und die Kommunikation in der Fremdsprache üben können. Hier finden Sie solche Partner: http://www.tandem-spanischkurse.de/tandem-madrid/index.htm Sprechen Sie soviel wie möglich! Es ist offensichtlich, dass gerade jene grammatikalischen Strukturen und Vokabeln besser gelernt werden, die in einer Kommunikations-situation in einer authentischen Lernatmosphäre vermittelt werden. Das bedeutet, dass zwar die Lern-CDs Wissen vermitteln, aber die Fremdsprachenlerner besser lernen, wenn sie möglichst früh selbst in der Fremdsprache kommunizieren. Somit wäre das Gespräch mit dem Tandempartner über aktuelle Situationen oder eigene Interessen sinnvoller als das Hören der Lern-CDs, die meist nur "Standardsätze" wiedergeben und man das Gehörte nur reproduziert. Bei einem reellen Gespräch allerdings fragt man nach, bezieht Stellung oder führt das Thema fort. Lernen im Internet Eine weitere Form des Fremdsprachenlernens ist das interaktive Lernen per Internet. So gibt es zum Beispiel die Internetseite www.todo-claro.com, auf welcher diverse Grammatik- und Wortschatzübungen angeboten werden. Es ist eine nette Art, kostenlos sein Wissen zu testen und zu erweitern, da es für die Aufgaben auch die Lösungen gibt. Zusammenfassend kann ich also sagen, dass das Wichtigste beim Fremdsprachenlernen die Kommunikation ist (am besten mit einem Kommunikationspartner, der kleine Fehler korrigieren kann) und dass das Lesen spanischer Texte, das Hören spanischer Musik und das Sehen spanischen Fernsehens den Lernprozess ungemein unterstützen. Anfängern rate ich aber, zunächst professionellen Spanischunterricht zu besuchen, um so die wichtige Basis für das weitere Lernen zu schaffen. Späteres Erweitern der Kenntnisse durch interaktives Lernen oder durch Tandempartner ist immer ratsam.

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