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Barcelona für Deutsche



    WISSENSWERT: Barcelona: Spitzenreiter in der Liste des UNESCO-Welterbes

    30.09.2013 - Meike von Lojewski / Barcelona für Deutsche 

    Was verbindet den Kölner Dom mit dem Park Güell in Barcelona? “Es sind Zeugnisse vergangener Kulturen, künstlerische Meisterwerke und einzigartige Naturlandschaften, deren Untergang ein unersetzlicher Verlust für die gesamte Menschheit wäre. Sie zu schützen, liegt nicht allein in der Verantwortung eines einzelnen Staates, sondern ist Aufgabe der Völkergemeinschaft.” So heisst es auf der Homepage der UNESCO, die es sich zum Ziel gesetzt hat, kulturelles und natürliches Welterbe zu schützen und zu erhalten.

    Die von der UNESCO geführte Liste des Welterbes umfasst insgesamt 981 Denkmäler in 160 Ländern. Davon sind 759 Kulturdenkmäler und 193 Naturdenkmäler. Weitere 29 Denkmäler gehören sowohl dem Kultur- als auch dem Naturerbe an. Die Liste für Spanien ist lang. Wer hätte dabei gedacht, dass Barcelona die einzige Stadt der Welt ist, in der neun Bauwerke zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurden? Diese sind: La Pedrera, Park Güell, Palau Güell, Sagrada Família, Casa Batlló, Casa Vicens, die Krypta der Colònia Güell, Palau de la Música Catalana und das Hospital de la Santa Creu i Sant Pau.

    Wer einmal in Barcelona war, weiss, dass die Straßen und Stadtviertel Barcelonas einer Open-Air-Ausstellung der bedeutendsten Architekturdenkmäler der Geschichte gleichen. Hier findet man moderne Bauwerke und Wolkenkratzer, aber auch Spuren der ältesten Zivilisationen neben Gebäuden aus Mittelalter und Modernisme. Deren prominentester Vertreter ist Antoni Gaudí, der in Barcelona gelebt und unterstützt durch den Industriellen Eusebi Güell gearbeitet hat. Von ihm sind etliche berühmte Gebäude zu besichtigen. Sieben von ihnen sind seit 1984 auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen worden, wobei die berühmteste Kirche der Stadt, die “Sagrada Familia”, an der seit 1882 gebaut wird, bis heute unvollendet ist.

    Die UNESCO hat noch einen anderen großen Architekten der Stadt geehrt: Domènech i Montaner. Dessen kreativste Schaffensperiode waren die letzten Jahre des 19. und die ersten des 20. Jahrhunderts. In dieser Zeit entstanden in Barcelona die Casa Thomas und Casa Lleó Morera, das Hospital de la Santa Creu i Sant Pau und als Höhepunkt seines Schaffens der Palau de la Música Catalana. Dieses Gebäude gilt als sein innovativstes, gewagtestes und überraschendstes Werk. Der Palau wurde bereits 1909 von der Stadtverwaltung Barcelona ausgezeichnet. Er wurde 1997 zusammen mit dem Hospital de la Santa Creu i Sant Pau zum UNESCO-Welterbe erklärt.

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