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    WISSENSWERT: Erasmus - Spaniens Studenten liegen vorn

    14.07.2012 - Meike von Lojewski / Barcelona für Deutsche  

    Seit 1987 fördert das von der Europäischen Union gegründete Erasmus-Programm die Zusammenarbeit von Hochschulen in Europa sowie die Mobilität von Studenten und Dozenten. Seit seiner Entstehung kann das Programm von stetig wachsenden Teilnehmerzahlen berichten. Im Hochschuljahr 2010/2011 hat das Programm Rekordzahlen geschrieben. Mit über 231.400 Mobilitäten innerhalb Europas wurden in diesem Jahr rund neun Prozent mehr Studierende als im Vorjahr bewegt.

    Spanien lag im Jahr 2010/2011 wieder einmal ganz vorn. Kein Land hat so viele Erasmus-Studenten aufgenommen. Insgesamt kamen aus den 31 Teilnehmerländern (den 27 EU-Staaten, Island, Liechtenstein, Norwegen, Türkei, Kroatien und der Schweiz) 37.432 Studenten hierher - das bedeutet sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Gefolgt wird diese Statistik von Frankreich mit 27.721 und Deutschland mit 24.734 Studenten. Dies besagt eine Veröffentlichung der Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).

    Spanien ist ausserdem das Land, das im Hochschuljahr 2010/2011 die meisten Studenten und Praktikanten im Rahmen des Erasmus-Programmes ins Ausland geschickt hat. Insgesamt haben 36.183 junge Menschen diese Möglichkeit der Weiterbildung genutzt, wiederum gefolgt von Frankreich (31.747) und Deutschland (30.274). Dabei war die Universität von Granada mit 2.019 Erasmus-Studenten am gefragtesten. Die Plätze 2 und 3 nehmen Valencia (UVEG) (1.693) und die Complutense Madrid (1.678) ein.

    Erstes Ziel der rund 230.000 Studenten, die ins Ausland gegangen sind, ist neben der Verbesserung der Sprachkenntnisse natürlich die erhöhte Aussicht auf einen Arbeitsplatz nach dem Studium, was gerade in Spanien angesichts der Wirtschaftskrise verständlich ist. Fünf von sechs Studenten haben an Studienprogrammen mit einer durchschnittlichen Dauer von 6,4 Monaten teilgenommen. Dabei haben sie im Schnitt ein Stipendium in Höhe von 226 Euro monatlich erhalten. Das sind vier Euro weniger als im Vorjahr. Der Rest - ungefähr 40.912 - hat ein Praktikum von durchschnittlich 4,3 Monaten bei einer Firma absolviert. Auch hier ist bei einem monatlichen Stipendium von 366 Euro ein Rückgang von 20 Euro im Vergleich zu 2009/2010 zu verzeichnen. Diese Kürzung - so die EU - habe es ermöglicht, dass mehr Studenten Stipendien erhalten haben.

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