Barcelona
Please wait for while...
Barcelona

Barcelona für Deutsche



    Was tun bei einem Todesfall in Spanien?

    19.06.2017 - Ana Caballero 

    Verstirbt ein Angehöriger im Ausland, wird man plötzlich mit zusätzlichen Fragen zur Abwicklung einer möglichen Überführung oder einer Bestattung vor Ort konfrontiert. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Sterbefall eines Deutschen in Spanien.

     

    Wie werden die Angehörigen in Deutschland über den Todesfall im spanischen Ausland informiert?

    Erfolgt die Inkenntnissetzung der Angehörigen in Deutschland nicht durch andere Angehörige, Freunde oder Mitreisende, die sich mit dem Verstorbenen in Spanien aufhalten, informieren die örtlichen Behörden die deutsche Auslandsvertretung hierüber, die sich dann mit der deutschen Polizei in Verbindung setzt. Die Verständigung über den Todesfall des Angehörigen erfolgt dann durch die deutsche Polizei, nicht etwa durch die spanischen Behörden oder die deutsche Auslandsvertretung.


    Wer ist Ansprechpartner?

    Wichtigster Ansprechpartner bei einem Todesfall in Spanien ist der Konsularbeamte der zuständigen Auslandsbehörde. Dieser kann zu den erforderlichen Formalitäten und den verschiedenen Möglichkeiten einer Überführung oder einer Bestattung vor Ort beraten. Eine Liste der deutschen Auslandsvertretungen in Spanien finden Sie hier. Für dringende Notfälle verfügen die Vertretungen über einen Bereitschaftsdienst, der unter den folgenden Nummern zu erreichen ist:
        Spanisches Festland: (0034) 91 557 90 00
        Balearen: (0034) 659 011 017
        Kanaren: (0034) 659 51 76 00


    Wie funktioniert eine Überführung aus Spanien?

    Die Angehörigen müssen dem Konsularbeamten mitteilen, in welchem Land die Bestattung stattfinden soll, und ihm im Falle einer Überführung des Leichnams nach Deutschland das beauftragte Bestattungsunternehmen in Deutschland nennen. Der deutsche Bestatter nimmt dann gegebenenfalls zur Klärung von Fragen zu Einzelheiten der Überführung mit dem Bestattungsinstitut oder der Auslandsbehörde in Spanien Kontakt auf. Für die Abwicklung der Überführung ist ferner ausdrücklich die Übernahme der Kosten zuzusichern, die sich in der Regel auf mehrere Tausend Euro belaufen. Die Vorbereitungen können dann zwischen drei bis zehn Tage in Anspruch nehmen.


    Was ist bei einer Bestattung vor Ort zu beachten?

    Soll die Beisetzung des Verstorbenen in Spanien stattfinden, müssen die Angehörigen das Bestattungsunternehmen (Funeraria) selbst beauftragen. Dieses sollte mit Bedacht ausgewählt werden, um keinen überteuerten Angeboten zum Opfer zu fallen.
    In den Regionen, in denen besonders viele Deutsche leben oder Urlaub machen, etwa auf den Inseln oder in den großen Städten, arbeiten auch deutsche Geistliche, die für kirchliche Trauerfeiern zur Verfügung stehen. Außerdem gibt es einige private deutschsprachige Dienstleistungsunternehmen, die sich im Falle einer Beauftragung sowohl um die Überführung als auch um eine Bestattung vor Ort kümmern.


    Wie wird die Sterbeurkunde ausgestellt?

    In Spanien können beim zuständigen Standesamt (Registro Civil) internationale Sterbeurkunden angefordert werden, welche auch in Deutschland ohne Weiteres anerkannt werden. Ist mit der Abwicklung des Sterbefalls ein Bestattungsinstitut oder Dienstleistungsunternehmen beauftragt, werden automatisch mehrere internationale Sterbeurkunden ausgestellt und nach Deutschland übermittelt.

    Kommentare (0) :

    Artikel kommentieren
    Artikel-Archiv
    • 12.06.2017 [Kommentare: 0]

      Von Spanien aus an der deutschen Bundestagswahl teilnehmen – so geht’s!

      Sie wohnen in Spanien, wollen aber trotzdem an der deutschen Bundestagswahl im September teilnehmen? Wie und unter welchen Voraussetzungen das geht, fassen wir hier zusammen.Am 24. September 2017 wählt Deutschland einen neuen Bundestag. Wer an diesem Datum nur vorübergehend nicht im Lande ist, kann die Option der Briefwahl nutzen. Da.. Artikel weiterlesen

    • 29.05.2017 [Kommentare: 0]

      Kinderraub in Spanien – ein dunkles Erbe aus der Franco-Zeit

      Den Müttern wurde kurz nach der Geburt mitgeteilt, ihr Kind sei leider verstorben. In Wahrheit verkaufte man es an kinderlose Paare. Mehr als 300.000 Babys sollen während der Franco-Zeit in Spanien auf diese Weise ohne das Wissen ihrer Mütter in Adoption gegeben worden sein. Der organisierte Kinderraub war zunächst politisch und religiös.. Artikel weiterlesen

    • 22.05.2017 [Kommentare: 1]

      Die Zulassung von Blablacar in Spanien

      Weswegen wurde Blablacar in Spanien zugelassen? Spanische Busunternehmen forderten die Schließung von Blablacar, weil weder die Verantwortlichen der Plattform noch deren Nutzer die Vorschriften des Straßenverkehrsgesetzes (normativa de transporte terrestre) einhalten. Gemäß dieser Vorschriften bedarf es einer behördlichen Genehmigung, um.. Artikel weiterlesen

    • 17.04.2017 [Kommentare: 0]

      Amazon baut Standort Spanien aus

      Der Online-Versandhandel Amazon eröffnet im kommenden Herbst ein neues Logistikzentrum in Martorelles (Barcelona). Dies ist die sechste Anlage, die der Gigant in Spanien unterhält; vier davon befinden sich in Katalonien. Wie das Unternehmen berichtet, soll damit den steigenden Verkäufen in Spanien und der zunehmenden Nachfrage auf den.. Artikel weiterlesen

    • 27.03.2017 [Kommentare: 0]

      Jugendarbeitslosigkeit und Alkoholismus in Spanien - Generation Hoffnungslos

      Nach der großen Krise macht Spaniens Wirtschaft wieder vermehrt positive Schlagzeilen. Die Zeichen stehen auf Besserung, auch der Arbeitsmarkt erholt sich zunehmend von der Depression der letzten Jahre.Jedoch kommen diese positiven Signale nicht bei allen an - die Jugend Spaniens hat noch immer größte Schwierigkeiten bei der Suche nac.. Artikel weiterlesen

    • 06.02.2017 [Kommentare: 0]

      Ebola der Bäume in Spanien angekommen

      Das Bakterium Xylella fastidiosa versetzt derzeit spanische Olivenbauern in Alarmbereitschaft. Das „Ebola der Bäume“ vernichtete in Italien bereits 250.000 Hektar Olivenhaine und wurde nun auch in Kirschbäumen auf der Baleareninsel Mallorca nachgewiesen. Nachdem in Italien 2013 in der Region Galipoli zahlreiche Olivenbäume vertrocknet.. Artikel weiterlesen

    • 26.01.2017 [Kommentare: 0]

      Forscher warnen vor Quecksilber-Rückständen in Speisefischen aus dem Mittelmeer

      Fisch hat als wichtiger Bestandteil der mediterranen Küche den Ruf, besonders gesund zu sein. Und doch ist auch bei diesem eigentlich so empfehlenswerten Nahrungsmittel inzwischen Vorsicht geboten. So wiesen Forscher auf einer internationalen Konferenz zur Kindergesundheit in Barcelona darauf hin, dass der Verzehr von Fisch aus dem.. Artikel weiterlesen

    • 23.01.2017 [Kommentare: 0]

      SERIE: Deutschsprachige Unternehmerin in Kalalonien - Anne Bayne, realestate-dreams

      1. Was macht Ihr Unternehmen? Wir vermitteln seit 2005 Kaufimmobilien in Katalonien, Castellón und Mallorca. Anfangs waren wir spezialisiert auf Fincas, Masias und ländliche Objekte, inzwischen vermitteln wir aber auch ganz normal Wohnungen und Häuser im Stadtgebiet. Wir sind spezialisiert auf die Beratung von deutsch- und englisch.. Artikel weiterlesen

    • 18.01.2017 [Kommentare: 0]

      Spanien von Kältewelle getroffen!

      Die Kälte ist in Spanien angekommen! Dienstag Morgen hatte es vor allem den Nordosten der Iberischen Halbinsel erwischt und dabei besonders die Pyrenäen sowie Katalonien. Die Temperaturen waren schlagartig um bis zu zehn Grad gesunken. Diese Welle wird sich im Laufe der Woche über das ganze Land erstrecken. Es wird erwartet, dass der.. Artikel weiterlesen

    • 13.01.2017 [Kommentare: 0]

      Madrid gewinnt europäischen Preis für innovative Mobilitätslösungen

      Der europäische Innovationspreis „Thinking Cities“, einer Auszeichnung für neuartige Maßnahmen zur Verbesserungen der urbanen Mobilität, ging kürzlich an die Stadt Madrid. Mit dem Preis, verliehen von der gleichnamigen Zeitschrift für Verkehrsprojekte sowie dem europäischen Städtenetzwerk Polis (European Cities and Regions Networking.. Artikel weiterlesen