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    Interessante Statistik: mehr Todesfälle als Geburten in Spanien

    04.07.2016 - Meike von Lojewski / Madrid und Barcelona für Deutsche 

    Das Instituto Nacional de Estadística (INE) hat vor wenigen Tage eine sehr interessante Statistik veröffentlicht: Zum ersten Mal seitdem die Zahlen 1941 erhoben wurden, sind die Geburten in Spanien um 2 Prozent zurückgegangen, während die Todesfälle um 6,7 Prozent zugenommen haben. Mit 2.753 mehr Toten als Neugeborenen verzeichnet das Land also zum ersten Mal ein negatives Bevölkerungswachstum.

     

    2015 wurden in Spanien 419.109 Kinder geboren. Das sind 8.486 weniger als im Vorjahr und der niedrigste Geburtenstand seit 2002. Wie das INE bestätigt, bedeutet es sogar 19,4 Prozent weniger im Vergleich zu 2008, als mit 519.779 Neugeborenen der Höchststand der letzten 30 Jahre erreicht wurde.

     

    Laut INE nimmt die Anzahl von Frauen im gebärfähigen Alter (zwischen 15 und 49) seit 2009 stetig ab. Zum einen liege dies an der geburtenschwachen Generation, zum anderen sei aber auch  der Einwandererstrom zurückgegangen. Zudem seien die Spanier selbst vermehrt ins Ausland gezogen. Grundsätzlich nehme das Alter Erstgebärender von Jahr zu Jahr immer weiter ab. Das Durchschnittsalter betrug 2015 31,9 Jahre (2014: 31,8). Spanierinnen bekommen ihr erstes Kind etwa drei Jahre später als Ausländerinnen (32,4 Jahre im Vergleich zu Jahre 29,4).

     

    Im Gegensatz dazu verstarben in Spanien 2015 422.276 Personen, was einen Anstieg von 6,7 Prozent zum Vorjahr bedeutet. Besonders auffällig dabei ist, dass die Lebenserwartung im Schnitt um 0,2 Jahre auf 82,7 Jahre gesunken ist (bei Männern auf 79,9 Jahre und bei Frauen auf 85,4 Jahre). Dies war seit 2005 nicht mehr der Fall.

     

    Das Phänomen, dass es erstmals mehr Todesfälle als Geburten in Spanien gibt, tritt zum ersten Mal seit 1941 auf. Die niedrigen Geburtenraten und der wachsende Anteil der älteren Bevölkerungsschichten sind ein Zeichen für den so genannten “demographischen Winter” im Land, den das INE erst für 2017 vorausgesagt hatte. Er erfordert ein Umdenken in der gesamten Gesellschaft. Ein erster Schritt in die richtige Richtung könnte der ebenfalls vom INE ermittelte Wachstum der Eheschliessungen um 2,3 Prozent im Vergleich zu 2014 sein (insgesamt (166.248 Paare). Allerdings ist auch hier das Durchschnittsalter der Männer auf 37,3 Jahre und das der Frauen auf 34,4 Jahre gestiegen.

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