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    Schafe und Ziegen unterstützen spanische Feuerwehr

    25.09.2017 - Elisabeth Pranter - MfD & BfD 

    Immer wieder sorgen Waldbrände auf der iberischen Halbinsel und insbesondere in Spanien für gewaltige Schäden. Um den verheerenden Feuern vorzubeugen, wurde in Katalonien nun ein neues Pilotprogramm gestartet: Dabei kommen Schafe und Ziegen als Feuerwehrleute zum Einsatz.

     

    Fressen gegen Flammen

    Der Job der Paarhufer: Sie müssen tun, was sie am besten können – grasen. Und zwar in jenen Waldbrand-Risikogebieten, wo große Teile von der Vegetation überwuchert sind. Sie fressen damit quasi den Brandbeschleuniger weg, weil sich die Flammen im Falle eines Feuers von den trockenen Blättern und Pflanzen nähren – bis zu 60 m hohe Flammenwände sind möglich. Außerdem helfen die Schafe und Ziegen mit ihrem Appetit, Zugangswege für die Feuerwehr zu schaffen, indem sie Schneisen in das Gestrüpp fressen. Denn die überwucherten Waldstellen sind ansonsten nur schwer zu erreichen.

     

    Win-Win-Situation für alle Beteiligten

    Während die Feuerwehr von den Paarhufern auf diese Art wichtige Unterstützung in der Vorbeugung erhalten, profitieren auch die Ziegen- und Schafhirten. Obwohl sie kein Entgelt erhalten, helfen sie doch auch in eigenem Interesse, da die Waldbrände für alle in der Region eine große Bedrohung darstellen. Und: Dadurch, dass ihre Tiere einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl leisten, steigert das auch den Marktwert und die Attraktivität ihrer Produkte. Denn die Bewohner danken es den tierischen Helfern und greifen, so die Erwartungen, vermehrt zu Produkten von den Feuerwehrschafen und -ziegen.

     

    Das Pilotprojekt wird nun auch von anderen Regionen mit Spannung beobachtet, die überlegen, ebenfalls auf diese kostengünstige und gleichzeitig effektive Methode zur Brandvorbeugung zurückzugreifen.

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